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Die Lage des Hof Norwegen - Reiturlaub in Schleswig-Holstein
Mitten in Angeln, in der urtürmlichen Landschaft Schleswig-Holsteins, liegt der Hof Norwegen genau zwischen der Ostsee-Förde Stad Flensburg und der Schleswiger Schlei bei dem Ort Mohrkirch. Von Mohrkirch erreicht man die Schlei nach 12 km, die Ostsee an der Geltinger Bucht ebenfalls nach 12 km und die Nordsee an der Husumer Bucht nach 50 km. Die Entfernung zu den sehenswehrten Städten und Ausflugszielen Schleswig (21Km), Flensburg (22Km) und Kappeln (15Km) sind fast identisch.
Mohrkirch liegt inmitten von Grundmoränen aus Lehm durchsetzt mit Findlingen auf Geschiebemergel. Quer durch die Gemeinde verläuft die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee. Der Anteil der Waldflächen der Gemeinde Mohrkirch liegt nach den letzten Erhebungen über dem Durchschnitt des Landes Schleswig-Holstein und eignet sich dadurch hervorragend für einen Wanderurlaub, Radurlaub oder auch für die Reitferien.
Das stark zerstreute Siedlungsgebiet Mohrkirchs spiegelt sich in einer großen Zahl von Ortsteil- und Höfenamen wider. Sehr oft handelt es sich um die alten Namen der einzelnen Parzellen, in die im Jahr 1778 mit Gründung der Mohrkirchharde das ehemalige Kloster und spätere Domanialgut Mohrkirchen sowie ein dazugehöriger Meierhof aufgeteilt wurden. Aber auch landschaftliche Besonderheiten haben sich in Ortsbezeichnungen niedergeschlagen.
Zwichen den Jahren 1391 bis 1541 befand sich in Mohrkirch ein Kloster der Antoniter-Präzeptorei. Der Antoniter-Orden war ein christlicher Hospital-Orden. Der Orden wurde 1095 als Laienbruderschaft in St-Didier-de-la-Motte in der Dauphiné in Südfrankreich gegründet und von Papst Urban II. im gleichen Jahr bestätigt. Er ist nach Antonius dem Großen benannt, dem ersten christlichen Mönch. Die Aufgabe des Ordens war die Pflege und Behandlung am Antoniusfeuer Erkrankter, einer im Mittelalter in Europa weit verbreiteten Krankheit. Das Stammkloster des Ordens befindet sich in St. Antoine (Dept. Isère, Frankreich). Dort soll der französische Adlige Gaston den Orden als Dank für die Heilung seines Sohnes vom Antoniusfeuer mit Hilfe der dort befindlichen wundertätigen Reliquien des Heiligen Antonius gestiftet haben. Ursprünglich der Pflege von heimkehrenden Pilgern gewidmet, konzentrierte sich die Tätigkeit der Antoniter ab 1217 vor allem der Krankenpflege.
Mohrkirch gehört der Gemeinde von Süderbrarup an. Das Gemeindegebiet von Süderbrarup ist seit der Bronzezeit bewohnt, aus der mehrere Grabhügel erhalten sind. Besonders wichtig ist jedoch das 1861 erstmals geöffnete Hünengrab Kummerhy westlich des Thorsberger Moors, das um 800 v. Chr. errichtet wurde und mit einem Steinkreis umgeben ist. Insgesamt befinden sich 22 Grabhügel in dem Gebiet. Das Thorsberger Moor, aus dem bislang eine Moorleiche, viele Gebrauchsgegenstände und Waffen sowie Kunstgewerbegegenstände wie Schmuck u. a. geborgen wurden, war - wie der Name bereits sagt - dem germanischen Kriegsgott Thor als Opferstätte geweiht.
Man geht davon aus, dass Thorsberg die wichtigste Kultstätte der Region war - schon der Umstand, dass der alte Name Thorsberg auch in christlicher Zeit nicht vergessen wurde, deutet darauf hin. Die meisten der zum Teil einzigartigen Fundstücke werden heute im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum im Schloss Gottorf (Schleswig) aufbewahrt. Die Vielzahl an gebrauchten, schartigen Waffen, die im 4. Jahrhundert planmäßig im Moor versenkt wurden, wird oft als ein Hinweis auf schwere Kämpfe gedeutet, die in dieser Zeit in Jütland getobt zu haben scheinen und vermutlich in Zusammenhang mit der großen Völkerwanderung stehen. So ist denkbar, dass die militärischen Konflikte im Kontext der Auswanderung der meisten Angeln nach Britannien von Bedeutung waren.
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